Über IMO

Das Institut für Molekulare Onkologie (IMO) wurde 2003 von Prof. Dr. med. Georg Hoffmann in Martinsried bei München gegründet. Sein Ziel ist es, neue Techniken der Molekularbiologie und Bioinformatik für die Diagnostik und Therapie von Malignomen nutzbar zu machen.

Die Geschäftsfelder liegen in den Bereichen Beratung, Software-Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit. Nasschemische Arbeiten werden in Kooperation mit Partnern angeboten. Zu den onkologischen Schwerpunkten zählen Auswertung komplexer Datenmuster der funktionellen Genomik, Identifikation von Stoffwechselwegen in malignen Zellen und Biomarkersuche für die Krebsdiagnostik. Das Institut versteht sich dabei als Vermittler zwischen Entwicklern, Anwendern und Anbietern.

Eigene Tagungen (z.B. auf der weltgrößten Medizinmesse MEDICA), ein eigenes Fachmagazin (Trillium-Report - Innovationsmanagement in der Medizin) und die Leitung der Arbeitsgruppe Bioinformatik der DGKL e.V. runden die Arbeit von IMO ab.
Historie

Die offizielle Eröffnung fand am 1.4.2003 in Gegenwart hochrangiger Vertreter aus Forschung, Labor und Industrie statt. Es folgte ein Jahr erfolgreicher Vorarbeiten, in denen die Machbarkeit verschiedener Konzepte gezeigt wurde, so z.B. die schnelle Identifikation von Biomarkern im Urin von Karzinompatienten oder die computergestützte Erkennung relevanter Muster in großen Datenmengen.

Ein besonderes Anliegen war auch Gewinnung zuverlässiger Partner. Etwa 100 Interessenten für die Arbeiten von IMO haben an den Symposien unseres "Forums für Molekulare Onkologie" teilgenommen. Ein kleiner Kreis von ausgewählten Partnern schloss sich in einer "AG Oncoproteomics" zusammen, um unsere Arbeiten fachkundig zu begleiten und praktischen Nutzen daraus zu ziehen. Dieser AG gehören Vertreter von Krankenhäusern, Laborinstituten und der diagnostischen Industrie an.

Obwohl die grundsätzliche Machbarkeit gezeigt war, kamen die erwarteten Forschungsaufträge nur zögerlich in Gang, was zum einen durch die allgemein angespannte Lage in der Life Science Szene, zum anderen durch grundsätzliche Bedenken der AG-Mitglieder über die Wertigkeit ungezielter Proteomics-Studien mittels Massenspektrometrie zu erklären war.

Deshalb fokussierte sich IMO in den Jahren 2005/2006 vor allem auf bioinformatische Studien zur Genexpression in normalen und malignen Geweben. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Projekts SimChip öffentlich zugänglich gemacht. Ende 2006 lebte allerdings auch die biochemische Schiene von IMO wieder auf: Ein Projekt zur Identifizierung von Stoffwechselwegen in Metastasen wurde in Angriff genommen. Eine Publikation zur TKTL1 steht zum Download bereit.
Zur Person

Prof. Dr. med. Georg Hoffmann (geb. 1948) ist Gründer und Geschäftsführer des Instituts. Er studierte Medizin in München, spezialisierte sich in Klinischer Chemie, Laboratoriumsmedizin und Medizininformatik und wurde 1995 apl. Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1994 bis 2000 war er Gastprofessor an der University of Virginia, USA.

Er arbeitete zunächst am Institut für Diabetesforschung bei Prof. O.H. Wieland (München-Schwabing), wechselte dann in die Labordiagnostik an zwei großen Münchener Kliniken, zuletzt für acht Jahre als leitender Oberarzt für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik in München-Bogenhausen und war schließlich von 1992 bis 1995 Forschungsleiter für Laborautomation bei Boehringer Mannheim in Tutzing.

Prof. Hoffmann machte sich 1995 mit der Trillium GmbH in Grafrath selbständig, wo er für führende Unternehmen und Laboratorien den Weg in die dritte Generation der Laborsysteme ebnete. Nach sieben Jahren erfolgreicher Unternehmertätigkeit gründete er 2003 das Institut für Molekulare Onkologie in München-Martinsried, um sich verstärkt seinen wissenschaftlichen Interessen widmen zu können.